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Roadtrip Portugal Teil 2: Von Sesimbra bis zur Lagao de Santo André

22. Oktober 2017
Roadtrip Portugal

Roadtrip Portugal Teil 2: Von Sesimbra bis zur Lagao de Santo André

Wir verlassen die hübsche Stadt Sesimbra mit ihren außerordentlichen guten Restaurants und wunderschönen Häusern und fahren immer die Küste entlang Richtung Sétubal. Zwischen Sesimbra und Sétubal befindet sich der Naturpark von Arrábida, ein unvergleichliches Naturerlebnis aufgrund der Schönheit seiner Vegetation und Nähe zum Meer. Wir fahren immer am Meer entlang, auf der Estrada de Escarpa, und staunen nach jeder Kurve mehr über die Schönheit dieses Landes.


Auch die Stadt Sétubal ist bei den „Lisboetas“ als Ausflugsziel sehr beliebt und beheimatet tolle Restaurants die sich auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert haben. Wir steuern jedoch die Stadt an um die Fähre Richtung Troia, eine Halbinsel auf der anderen Seite des Río Sado, zu nehmen. Man könnte zwar auch die Reise über das Landesinnere auf sich nehmen, jedoch würde man eine entspannte Fahrt durch das Naturreservat mit Chancen auf Sicht von Flamingos und seltenen Süßwasserdelphinen versäumen. Auf der wunderschönen Dünen-Halbinsel Troia gibt es neben seltenen Tierarten auch Pflanzen, die nur noch in diesem Gebiet von Portugal wachsen, wie Roter Fingerhut und Jesus-Christwurz, zu sehen.
Die Überfahrt mit dem Wohnmobil und 2 Personen kostet um die 23 Euro und erspart nicht nur Zeit und Sprit sondern man spendet gleichzeitig einen Teil der Kosten an das Naturreservat.

Kommt man von der Fähre, hält man sich links und fährt immer geradeaus Richtung Comporta.
Comporta ist ein kleines Dorf, quasi das Tor zum Alentejo, mit bemerkenswerter Landschaft ringsum. Hier findet man großflächige Salinen und ein Salzmuseum, Reisanbau, dazwischen Palmen und riesige Storchennester. Alle paar Meter ändert sich die Landschaft – der Strand von Comporta soll auch einer der schönsten Portugals sein. Im nächsten Dorf Carvahal befindet sich am Strand ein sehr gutes Strandrestaurant in außergewöhnlicher Lage – das SAL.

Bald danach gibt es eine Abzweigung zu einer Schotterstraße Richtung Strand, die nicht sehr einladend wirkt, aber uns das schönste Zimmer mit Aussicht auf unserer Reise bescherte.

Auf dem Weg Richtung Sines biegt man am besten immer wieder rechts und links der Hauptstrasse ab und entdeckt menschenleere Strände, außergewöhnliche Lagunenlandschaften wie die Lagao de Santo André oder imposante Korkeichenwälder.

Die Lagune von Santo André vereint in 15 Kilometer alles was das Alentejo ausmacht: Ein Landstrich mit Salz und Süßwasser, Lagunenlandschaft, schroffe Felsen und lieblichen Dünen – ein Paradies für Wasservögel und für den Menschen. Wenn der Atlantik zu kalt und zu abenteuerlich erscheint, lässt es sich bis in den Oktober bei hochsommerlichen Temperaturen in der Lagune baden.
In den Restaurants der Gegend beherrscht der Aal, als heimischer Fisch, sein Dasein. Gebraten, Geräuchert, als Suppe oder Cataplana.

Spätestens hier im Alentejo sollten man sich der Gelassenheit der Einheimischen annehmen und die Tage auf sich zukommen lassen.

Ein Sprichwort behauptet, es gäbe im Alentejo nur drei Geschwindigkeiten: Langsam , sehr langsam und Stillstand.
Nehmen Sie es sich auf Ihrer Reise zu Herzen und lernen Sie diesen liebenswerten Landstrich in Ruhe kennen.

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Langsam, langsamer, …

 

HIER finden Sie Teil 1 des Roadtrips durch Portugal: Costa da Caparica bis Sesimbra

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